Vorbereitung auf die Mofaprüfung

Vorbereitung auf die Mofaprüfung
Slow riding culture

Alles zu den Kosten und Tipps fürs Üben

War das Bestehen der Prüfung für den Führerausweis der Kategorie M bis vor ein paar Jahren noch reine Formsache, so hat sich das mittlerweile grundlegend geändert. Seitdem im Jahr 2012 die Anforderungen deutlich verschärft wurden, besteht man die Töffliprüfung heute nicht mehr im Vorbeigehen. Wie es trotzdem klappt mit der Mofaprüfung, wie die optimale Vorbereitung aussieht und was für Kosten auf Prüflinge zukommen, haben wir für dich in diesem Artikel zusammengestellt.

Stupides Auswendiglernen für die Töffliprüfung reicht nicht mehr

Als vor einigen Jahren die Prüfungsfragen für die Mofaprüfung Kategorie M überarbeitet wurden, sorgte das für reichlich Aufregung. Bis dahin war es für die meisten Anwärter kein Problem, die Theorieprüfung zu bestehen. Man musste nur die Antworten auf die bekannten Fragen auswendig lernen, um den computergestützten Test zu bestehen. Als diese Praxis 2012 ohne Vorwarnung geändert wurde, gab es für fast alle Prüfungsteilnehmer ein böses Erwachen. Während im Jahr zuvor noch 90 Prozent der Prüflinge den Test bestanden, fielen Anfang 2012 mehr als die Hälfte der Anwärter auf den Führerausweis durch.

Die Töffliprüfung sollte man mit gewissem Ernst angehen

Was war passiert? Bisher konnten sich angehende Töfflimeitli und Töfflibuebe bei der Prüfung darauf verlassen, dass nur eine der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten richtig war. Mittlerweile können aber mehrere Auswahlmöglichkeiten korrekt sein, was bedeutet, dass es Fehlerpunkte nicht nur für falsche Antworten gibt, sondern auch für nicht angekreuzte, richtige Auswahlmöglichkeiten. Das hat zur Folge, dass man mit reinem Auswendiglernen nicht mehr mit weisser Weste durch den überarbeiteten Multiple-Choice-Test kommt. In den aktuellen Tests tauchen auf dem Prüfungsbogen ausserdem Fragen auf, die vom Lehrmaterial zur Vorbereitung geringfügig abweichen. Es führt also kein Weg daran vorbei: Wer die Mofaprüfung bestehen will der muss fleissig lernen und die Regeln für den Strassenverkehr verinnerlichen. Klingt nach Spassbremse, hat aber durchaus seine Berechtigung. Denn wie die Verpflichtung zum Tragen eines Mofahelms, die seit 1981 gilt, sorgen auch die verschärften Prüfungen für ein Plus an Sicherheit im Strassenverkehr.

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Anmeldung für die Mofaprüfung

Ohne Bürokratie geht auch bei einer Töffliprüfung leider gar nichts. Wer die Prüfung machen will, muss sich zunächst anmelden. Dazu füllst du das ‚Gesuchformular um Erteilung des Führerausweises Kat. M‘ aus und reichst es zusammen mit einem Sehtest und zwei farbigen Passfotos (aktuelles Lichtbild im Format 35 mm x 45 mm) beim für deinen Kanton zuständigen Strassenverkehrsamt ein. Dann bekommst du die Zugangsdaten, mit denen du dich online zur Theorieprüfung anmelden kannst. Alternativ ist es möglich, sich schriftlich anzumelden. Auf dem Anmeldeformular kannst du einen Wunschtermin auswählen. Den endgültigen Termin für die Prüfung teilt dir die Behörde auf dem Postweg mit.

Ziel der Ausbildung ist es, verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer zu entwickeln

Was Führerausweis-Anwärter über die Theorieprüfung wissen sollten

Um den Führerausweis Kategorie M zu erlangen und stolz am Lenker eines Puch-Mofas, Piaggio-Hödis oder Belmondo-Töfflis zu sitzen, muss der Anwärter eine computergestützte theoretische Prüfung bestehen. Die Theorieprüfung besteht aus einem Multiple-Choice-Test, der  30 Fragen umfasst, die von den Prüflingen innerhalb von 45 Minuten zu beantworten sind. Die meisten der Fragen, die für jede Töffliprüfung zufällig aus einem Pool zusammengestellt werden, wirst du von der Vorbereitung mit der Lernsoftware kennen.

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Doch Achtung! Es gibt auch Prüfungsfragen, die dir beim Lernen garantiert noch nicht begegnet sind. Wer die Regeln des Strassenverkehrs verstanden hat, kann jedoch auch diese Hürde überwinden. Knifflig wird es, wenn mehrere Antworten richtig sind. Um die volle Punktzahl zu bekommen, musst du alle zutreffenden Optionen herausfinden. Wer alle Kreuze richtig setzt, bekommt 90 Punkte. 90 Prozent musst du mindestens richtig beantworten, um zu bestehen. Das heisst im Klartext: Hast du mehr als neun Fehlerpunkte, musst du die theoretische Mofaprüfung leider wiederholen.

Zu viele Fehler erfordern eine Wiederholung der Prüfung - das lässt sich leicht vermeiden

Erfolgreich für die Mofaprüfung lernen

Möglichst noch vor der Anmeldung für die Mofaprüfung sollten Prüflinge damit beginnen, regelmässig und systematisch zu lernen, denn mit kurzfristigem Bulimielernen ist das Bestehen der Prüfung mittlerweile sehr unwahrscheinlich. Deswegen ist es sinnvoll, Lernhilfen zu nutzen. Klassiker, mit denen auch schon die ältere Generation gelernt hat, sind gedruckte Lehrbücher. Früher war es üblich, Kurse zu besuchen und sich den Stoff eintrichtern zu lassen. Heute ziehen die meisten Kandidaten natürlich Online-Angebote vor. Als besonders praktisch erweist sich eine App auf dem Smartphone. So bist du flexibel und kannst Wartezeiten oder Fahrten mit Bus oder Bahn nutzen, um für die Mofaprüfung zu lernen. Ausserdem macht das Lernen mit einer App auch deswegen Spass, weil Lernfortschritte von der Software registriert werden. So hat man auf dem Weg zur optimalen Prüfungsvorbereitung auch das ein oder andere Erfolgserlebnis.

Es gibt Apps, mit denen das Lernen quasi zu jeder Zeit möglich ist

Mit welchen Kosten musst du kalkulieren?

Im Vergleich zu anderen Fahrzeugen ist der Führerausweis für das Mofa relativ günstig zu haben. Bist du Schüler oder Auszubildender, solltest du dennoch rechtzeitig mit dem Sparen beginnen oder auf einen finanzkräftigen Sponsor in der Verwandtschaft hoffen.

Im Zusammenhang mit der Mofaprüfung fallen folgende Kosten an:

  • Sehtest
  • Gebühren für den Nachweis der Identität und das Ausstellen des Führerausweis
  • Gebühren für die Theorieprüfung Kat. M
Eine gute Sehfähigkeit ist natürlich für jeden/jede verpflichtend

Ausserdem benötigst du Lehrmaterial. Ein Online-Kurs schlägt mit circa 40 Franken zu Buche. Für den Sehtest werden in der Regel 20 Franken fällig. Ein grosser Teil der Kosten geht für den Nachweis deiner Identität drauf. Dafür berechnen die Behörden etwa 60 Franken. Die Prüfung selbst kostet 30 Franken. Das ist der einzige Posten in der Rechnung, den du in gewisser Weise beeinflussen kannst, indem du Fehlerpunkte und damit eine Wiederholung vermeidest. War dein Lernen und Üben von Erfolg gekrönt, wird der Führerausweis auf deinen Namen ausgestellt. Leider wird auch dafür eine Gebühr fällig – um die 35 Franken sind dafür zu entrichten. Hinsichtlich der Gebühren für Idenfikationsnachweis und Ausstellen des Führerausweises gibt es zwischen den Kantonen geringfügige Unterschiede. Summa summarum müssen angehende Töfflibuebe und Töfflimeitli also rund 185 Franken einplanen, wenn alles gut läuft.

Ein Hauch von Freiheit geht mit dem Führerausweis der Kategorie M einher

Eine Mühe, die es wert ist

Das Bestehen der Töffliprüfung ist ein Meilenstein auf dem Weg zu persönlicher Mobilität, individueller Freiheit und einem einzigartigen Lebensgefühl. Deswegen sind Mühen und die zu entrichtenden Gebühren eine absolut lohnenswerte Investition. Auch ältere Töfflimeitli und Töfflibuebe werden sich an diese Zeit und Ihre Mofaprüfung sicher noch erinnern, ganz besonders an die erste Zeit mit dem Führerausweis in der Tasche und an die ersten Aus- oder Wettfahrten – Erfahrungen die für viele Töffliveteranen zu den liebsten Erinnerungen überhaupt gehören. Deswegen gilt: Augen zu und durch – fleissig lernen, erfolgreich bestehen und die neue Freiheit geniessen.

Bildquellen:
Junge Leute starren auf Handy: © Prostock-studio – stock.adobe.com
Junger Mann lernt am Laptop: © zinkevych – stock.adobe.com
Mann enttäuscht am Laptop: © deagreez – stock.adobe.com
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Frau beim Optiker: © online-pixel.com – stock.adobe.com

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