Ötztaler Mopedmarathon 2020 – Die verrückte Alpenrallye für Mofafans

Am 25. Juni ist es soweit: Der Ötztaler Mopedmarathon 2020 (ÖMM) geht über die Bühne. Genauer gesagt: über die Berge! Der ÖMM ist ein wilder Ritt, bei dem die Teilnehmer genauso spannend sind wie ihre Mofas. Wir werfen für dich einen Blick auf das verrückte Spektakel und stellen dir den ÖMM etwas genauer vor.

Worum geht es beim Ötztaler Mopedmarathon?

Kurz gesagt: Spass haben! Auch wenn der ÖMM ein Wettrennen ist, geht es hier um die Freude am Töffli und darum, eine gute Zeit zu haben. Das zeigt sich schon an den Outfits der Teilnehmer: an abgefahrenen Mofahelmen, kultigen Kleidern und wilden Verkleidungen.

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Ziel ist, eine Strecke von 206 Kilometern und 6763 Höhenmeter zu meistern. In der Vergangenheit haben die Teilnehmer zwischen 7 und 12 Stunden dafür benötigt. Wie schon erwähnt, geht es beim ÖMM nicht bierernst zu. Dabei sein und Freude haben stehen bei der Mofatour im Vordergrund.

Über diese Strecke führt der Ötztaler Mopedmarathon

Die Strecke wurde 2019 im Vergleich zu vergangenen Rennen etwas gekürzt. Dabei sind die meisten Stationen der Route erhalten geblieben.

Die Fahrt ging in Sölden los und endet auch dort. Das erste Ziel war Längenfeld. Danach ging es über Umhausen nach Oetz und schliesslich zum Haiminger Sattele. Anschliessend führt der Mopedmarathon über Umhausen nach Niederthai. Nach Längenfeld war wieder Sölden Station, um danach in Richtung Timmelsjoch zu starten.

Fakten und Regeln zum Rennen

Der Ötztaler Mopedmarathon fand 2013 zum ersten Mal statt. Sein Initiator ist Manuel Ribis. Die Idee zum ÖMM kam ihm, als er im Schlusswagen des Ötztaler Radmarathons mitfuhr. Dabei wurde er gefragt, wann er selbst teilnehmen würde. Seine Antwort, dass er die Strecke nur mit dem Mofa fahren würde, wurde zuerst belächelt. 14 Tage später fuhren er und fünf Freunde die Strecke mit dem Töffli in 10:22 Stunden. Das dazugehörige Youtube-Video sorgte für so viel Furore, dass Töfflifahrer aus aller Welt beim nächsten Mal dabei sein wollten. Das markiert den Beginn einer Veranstaltung, die mittlerweile zur festen Grösse geworden ist.

Um an der Mofatour teilzunehmen, musst du kein Profi sein. Das Schöne am Ötztaler Mopedmarathon ist ja gerade, dass jeder, der ein Töffli hat, mitfahren darf. Was die Veranstalter hingegen gar nicht gerne sehen, sind frisierte Mofas. Beim Ötztaler Mopedmarathon soll es um Spass gehen. Schummeln passt da nicht dazu. Kleinmotorräder sind ebenfalls nicht erlaubt. Die Strecke führt über mehrere Stationen, an denen die Zeit von Töfflibuebe und Töfflimeitli gemessen wird. Am Ende gilt: Wer die Durchschnittszeit am besten trifft, gewinnt. Aporops Töfflimeitli: Rund 20 Prozent der rund 1.400 Teilnehmer sind Frauen.

Tipps für die Teilnahme beim Ötztaler Mopedmarathon

Der Ötztaler Mopedmarathon 2020 geht über vier Alpenpässe. Damit verbunden sind knackige Steigungen, an denen oft auch kein Tretwerk mehr hilft. Als Schlüsselstelle gilt der „Stopfer“. Du begegnest ihm, wenn du Richtung Kühtai hinaufwillst. Die Steigung liegt hier bei 18 Prozent. Was wir sagen wollen ist, dass die Weisheit „Wer sein Mofa liebt, der schiebt“, zumindest beim Stopfer vollkommen zutrifft.

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Du solltest neben deinen Fähigkeiten als Schrauber auch körperlich fit sein. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du die Stelle ja ausserhalb des ÖMM besuchen und deine Fähigkeiten testen. Aber vergiss nicht, dein Töffli mitzunehmen! In der Vergangenheit haben etwas über 10 Prozent der Teilnehmer den ÖMM nicht zu Ende geschafft. Der Stopfer hat sicherlich erheblich dazu beigetragen. Ebenso schadet es nicht, wenn du in der Lage bist, kleinere Reparaturen vor Ort durchzuführen. Wir reden immerhin von einem Alpenrennen, das über 200 Kilometer geht. Check bei Zeit deine Bremsen und mach dein Töffli fit, bevor es losgeht!

Der Ötztaler Mopedmarathon 2020 führt durch vier Klimazonen. Du wirst im hellsten Sonnenschein unterwegs sein, aber auch Eis und Schnee zu spüren bekommen. Von daher solltest du flexibel sein, was die Kleidung betrifft. Ein guter Tipp ist die Zwiebelmethode: Dabei bist du so gekleidet, dass du an warmen Stellen nicht ins Schwitzen kommst.

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Wird es kälter, ziehst du einfach eine weitere Schicht Kleidung darüber an. Auch ein Regenponcho ist nicht verkehrt. Hier gilt es, das richtige Mass zu finden: Du willst flexibel sein, aber keine Tonne an Klamotten mit dem Mofa transportieren. Da die Strecke das ganze Jahr über frei ist, kannst du heimlich üben. Danach bist du fit für die Mofatour deines Lebens!

Anreise, Unterkunft und andere Dinge

Das Ötztal ist ein beliebter Tourismusort, deswegen sind reichlich Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Allerdings schadet es nicht, rechtzeitig zu buchen. Dich erwarten wunderschöne Chalets, Appartements und eine Menge Freizeitspass. Alleine der Aqua Dome ist eine Reise wert. Übrigens verkauft der lokale Tourismus-Verband die Ötztal Premium Card, mit der du während deines Besuches viel Geld sparen kannst.

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An den Abenden finden regelmässig Partys im Fahrerlager statt. Dabei wird gegrillt, gesungen und gelacht. Für manche sind die Partys bereits die Anreise wert. Livemusik gibt es auch! Born to be wild hängt nicht vom Hubraum ab!

Slow Riding Culture heisst, Spass zu haben. Halte dich in der Hinsicht nicht zurück. Wenn du dein Töffli schwarz lackieren und im Darth-Vader-Kostüm über die Alpen fahren möchtest, wird dies hier niemanden stören – ganz im Gegenteil. Vielleicht hast du ein paar Kumpels, die dich in Stormtrooper-Rüstungen eskortieren. Natürlich kannst du dich auch „ganz normal“ anziehen. Beim Ötztaler Mopedmarathon wird niemand schief angeschaut. Zu verrückt oder zu normal gibt es hier nicht. Der ÖMM – das ist Slow Riding Culture im wahrsten Sinn!