Die schönsten Mofatouren durch die Schweiz

Mofatouren und die Schweiz: Das ist eine ideale Kombination. Wunderschöne Landschaften, anspruchsvolle Strecken und eine lebendige Töffliszene lassen die Ausfahrten zu einem echten Erlebnis werden. Wir stellen euch die schönsten Mofatouren der Schweiz vor. Auf den schönsten Strecken trefft ihr sicher auch viele andere Töfflibuebe und Töfflimeitli und knüpft neue Kontakte. Mofakult Life wünscht schon jetzt viel Spass auf eurer nächsten Mofatour.

Das erste Mofa, der erste Kuss…

Wer erinnert sich nicht gerne daran? Es sind Erinnerungen aus einer Zeit, in der sich die Welt noch langsamer drehte. Überrascht es da, dass sich viele Menschen nach „Entschleunigung“ sehnen? Wahrscheinlich ist das einer von vielen Gründen, warum Töfflis immer noch so leidenschaftlich geliebt werden: Es geht nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Vielmehr geht es um den Genuss dabei.

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Mit dem Hobel durch die Landschaft fahren – was braucht man mehr, um glücklich zu sein? Wenn noch eine tolle Kulisse hinzukommt: umso besser! Schöne Mofatouren gibt es viele in der Schweiz, denn das Land hat viele schöne Ecken zu bieten. Du geniesst die Fahrt mit deinem Töffli, bist mit Gleichgesinnten unterwegs, wirst eins mit deinem Mofa, der Landschaft und geniesst den Moment. Das ist gelebte Slow Riding Culture.

Der Gotthardpass – das besondere Mofa Abenteuer für Töfflimeitli und Töfflibuebe

Zu den schönsten Mofatouren der Schweiz gehört zweifelsfrei die Strecke hinauf zum Gotthardpass. Denn der Gotthard sieht nicht nur majestätisch aus, er ist für unser Land das, was die Freiheitsstatue für die Amerikaner ist: ein Symbol der nationalen Identität. Gleichzeitig zählt er zu den tollsten Orten, die man für Mofatouren auswählen kann.

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© Nick Fox – stock.adobe.com

Bei der Fahrt zum Pass solltest du den üblichen Verkehr auf der Alpentransitroute umgehen und auf Landstrassen ausweichen. Dabei ersparst du dir nicht nur Staus und Verkehrsgetümmel, sondern entdeckst auch die Schönheit der unberührten Natur. Eine Umgebung, in der die Romantik nicht von Hupen und Autoschlangen gestört wird.

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Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der Slow Riding Culture: Wer langsam fährt, hat mehr von der Landschaft und kann die Schönheit einer Mofatour durch die Schweiz erst richtig auskosten. Bevor das Abenteuer richtig losgeht, solltest du deinen Hobel gründlich auf Vordermann gebracht, deine Bremsen und Beleuchtung gecheckt haben. Denn echte Töfflibuebe und Töfflimeiti meistern den Berg über Serpentinenstrassen!

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Als Hödi-Fans habt ihr dabei den Vorteil, dass euer Gefährt langsamer ist als Autos. Tatsächlich sind die kurvigen Strassen weitaus weniger erschreckend, wenn man sie im entspannten Slow Riding Modus meistert. Ausserdem habt ihr dabei noch Zeit, die Umgebung und die Aussicht zu geniessen, denn die ist hier wirklich beeindruckend!

Ritt durch die Schöllenenschlucht

In der Schöllenenschlucht, wo die legendäre Teufelsbrücke zu finden ist, soll der Teufel höchstselbst sein Unwesen getrieben haben. Es heisst, der Teufel hätte sie für die Einwohner gebaut. Im Gegenzug verlangte er die Seele der ersten Kreatur, die die Brücke überschreitet. Er dachte dabei an einen Menschen, aber die Dorfbewohner waren so schlau, einen Ziegenbock über die Brücke zu treiben.

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© Marina Ignatova – stock.adobe.com

Der Teufel wurde fuchsteufelswild und schleuderte einen Felsen, der bis heute in der Nähe von Göschenen bewundert werden kann, in’s Tal. Am Ende dieser Tour habt Ihr nicht nur die spannendste Alternative zur üblichen Alpentransitroute kennengelernt, sondern auch eine Welt bereist, aus der Legenden stammen. Quasi eine Mofatour durch die Seele der Schweiz.

Mit dem Töffli durchs Appenzellerland

Wenn du es nicht ganz so abenteuerlich magst, ist das Appenzell eine hervorragende Alternative. Hier reitest du auf dem Mofa durch eine wunderschöne Hügellandschaft, während bemalte Holzhäuser an dir vorbeiziehen. Wo du die Mofatour beginnst, bleibt dir überlassen.

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Eine Möglichkeit wäre, in Appenzell zu starten und von dort in Richtung Neu St. Johann zu fahren. Dabei kommst du am Säntisgebirge vorbei, welches für sich schon Grund genug ist, in den Sattel zu steigen.

Mit dem Mofa nach St. Antönien

Diese Mofatour zählt zu den schönsten Strecken in der Schweiz. Du startest in Chur und cruist durch Domleschg nach Sils. Die Landschaft ist voller schöner Burgen – ideal, um deiner Liebsten einen Ring an den Finger zu stecken.

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Die nächsten Stationen sind Tiefencastel, Surava und Davos. Wenn du möchtest, kannst du die Route nach Sankt Antönien fortsetzen und dabei die „kleinen Dolomiten der Schweiz“ entdecken. Was uns zu einer wichtigen Frage führt: Wie lange soll die Mofatour durch die Schweiz dauern? Die schönsten Strecken müssen nicht lang sein. Umgekehrt schränkst du dich selbst ein, wenn du bei Sonnenuntergang wieder zu Hause sein möchtest.

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Mofatouren machen doppelt so viel Spass, wenn du Zeit mitbringst. Zwei bis fünf Tage sind eine gute Empfehlung. Gerade bei Gruppenfahrten wird alles noch schöner, wenn man abends zusammensitzt und am nächsten Morgen gemeinsam aufwacht. Natürlich könnt ihr auch in einer Pension übernachten. Unsere Empfehlung: Fangt mit einem Tagesausflug an. Die nächste Mofatour sollte eine Übernachtung beinhalten. Anschliessend könnt ihr entscheiden, ob euch eine lange Tour über die Alpen reizt.

Selbst organisieren oder buchen?

Bevor die Mofatour durch die Schweiz losgeht, muss eine grundsätzliche Frage geklärt werden: selber planen oder buchen? Hier richtet sich alles nach deinem Naturell. Wenn du die Planung in die Hand nimmst, geniesst du maximale Freiheit. Du kannst entscheiden wann, wo und wie lange du Pausen einlegen willst. Ausserdem legst du fest, wer mitfährt.

Dagegen musst du dich bei gebuchten Ausflügen um nichts kümmern. Die Veranstalter nehmen dir alles ab und bauen nette Extras ein. Das können Grillabende sein oder Besuche auf einem Bauernhof. Du lernst andere Töfflifans kennen und entdeckst vielleicht Attraktionen der Schweiz, die dir sonst entgangen wären. Der Unterschied zwischen selbst organisierten und gebuchten Töfflitouren ist wie der Vergleich zwischen Rucksacktourismus und geführten Reisen. Hier kann und muss das Herz entscheiden.


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